Ich musste eine neue Arbeit finden
Isabella

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    Land: Kolumbien
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    Alter: 2
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    Geschlecht : Mädchen
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Ich musste eine neue Arbeit finden

Eine Mutter in Ruanda hält ihren Sohn in den Armen

Als sie im sechsten Monat schwanger war, wurde Clémentine klar, dass sie eine neue Möglichkeit brauchte, um Geld für ihre Familie zu verdienen. Sie hatte nämlich nicht mehr die Kraft, wie bisher auf den Feldern zu arbeiten. Viele Mütter auf dem Land in Ruanda verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Pflügen der Felder.

Strickausbildung

Clémentine hatte die Möglichkeit, eine Strickausbildung zu absolvieren, nachdem sie in das Überlebensprogramm für Mütter und Babys aufgenommen worden war. Sie brauchte sechs Monate, um die Technik zu erlernen. Eine Tätigkeit, die schnell zu einer Einkommensquelle und – mehr noch – zu einer Quelle der Erfüllung wurde. „Das Stricken ist zu einer Leidenschaft geworden“, sagt Clémentine, deren Baby Alpha nun zehn Monate alt ist.

„Ich bin sehr froh, dass ich es zu Hause machen kann. So kann ich kochen und mich um den Haushalt und meine drei Kinder kümmern. Zeitmanagement ist eine der besten Fähigkeiten, die ich mir dank der Schulungen im Rahmen des Überlebensprogramms angeeignet habe.“

arbeit : Eine Frau in Ruanda lernt Stricken und erhält somit eine berufliche Ausbildung

Clémentine in der Strickwerkstatt des Compassion-Überlebensprogramms.

Monatelanges Lernen

Stricken mit einer Maschine zu erlernen, war eine echte Herausforderung. Es gehören viele schwierige Arbeitsschritte dazu, vor allem wenn es darum geht, komplexe Muster herzustellen. Doch Clémentine wusste, dass dies die Chance war, ihr Leben zu verändern. Sie übte unermüdlich. „Der erste Pullover, den ich ohne Hilfe fertiggestellt habe, bleibt unvergesslich.“

Clémentine erhielt im Juni 2022 eine Strickmaschine. Heute empfängt sie Kundinnen und Kunden zu Hause, wo sie eine schöne Auswahl an Strickmodellen in verschiedenen Stilen und Farben entwirft. „Ich fertige und verkaufe Pullover, Babyhosen, Kleider und Schals.“

Ich bin froh, dass ich nun durch meine Arbeit einen Beitrag zu unserem Einkommen leisten kann. Ich kann Lebensmittel für die Familie kaufen und die Krankenversicherung bezahlen."

Dennoch sind nicht alle Herausforderungen verschwunden. „Wir leben in einer ländlichen Gegend. Daher ist es schwierig, Material wie Strickgarn zu beschaffen, da wir dafür in die Innenstadt fahren müssen. Die Transportkosten reduzieren unsere Gewinne sehr, sodass der Lohn für unsere harte Arbeit nur gering ist“, erklärt sie.

Das Stricken erlaubt einer Mutter in Ruanda, von zu Hause aus zu arbeiten

Clémentine kann nun von zu Hause aus arbeiten.

Ein gut durchdachter Ansatz

Claudine, die in Nyamugari für die Umsetzung des Überlebensprogramms zuständig ist, ist begeistert, wenn Mütter wie Clémentine so schnell lernen. Es wird zuerst bestimmt, welche Bedürfnisse die Mütter haben, bevor man sie in neuen beruflichen Fähigkeiten schult.

„Für das Stricken zum Beispiel stellen wir den Müttern Anfangsmaterial zur Verfügung. Wir bezahlen sie dafür, dass sie warme Kleidung für die Babys und Pullover für die Patenkinder im Kinderzentrum stricken“, erklärt Claudine.

Viele der Mütter im Überlebensprogramm haben die traumatische Erfahrung gemacht, dass sie aufgrund ihrer Armut keine Hoffnung für ihr Neugeborenes hatten. Doch der Erwerb von Fähigkeiten hat sie ermutigt, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihnen gezeigt, dass sie nicht allein sind. „Die Schulungen halfen ihnen, Freundschaften mit anderen Müttern zu knüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt Claudine.

Das Überleben einer Mutter während der Schwangerschaft, der Geburt und im ersten Lebensjahr des Babys zu sichern, ist eine grossartige Unterstützung.