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    Land: Tansania
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    Geschlecht : Junge
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CORONAKRISE – COMPASSION NEWS

8. April 2020

Hier könnt ihr die Situation der Patenkinder mitverfolgen und erfahren, wie sie während der Pandemie unterstützt werden

  • 22. September

    6 Millionen Säcke mit Lebensmitteln verteilt Mehr als 6 Millionen Säcke mit Nahrungsmittelreserven wurden zwischen April und August verteilt. Die Mobilisierung wird fortgesetzt, um insbesondere den Familien von Tagelöhnern zu helfen, deren Verdienstmöglichkeiten aufgrund der Ausgangsbeschränkungen weggefallen sind. Nicht alle Patenkinder und ihre Familien haben Lebensmittelreserven erhalten. Tatsächlich konzentrierte sich die Hilfe, die von den 8.000 lokalen Kinderzentren geleistet wurde, auf die Schwächsten unter ihnen. In einigen Regionen leisteten andere lokale Akteure wie der Staat mit oder ohne Hilfe internationaler Nothilfeprogramme praktische Unterstützung für einen Teil der Bevölkerung. Im gleichen Zeitraum wurden auch mehr als 770.000 Hygienesets verteilt und mehr als 85.000 medizinische Interventionen in den 25 Ländern ermöglicht, in denen Compassion tätig ist.
  • 7. September

    Peru

    Es ist für uns vielleicht noch schwer vorstellbar, aber Peru befindet sich derzeit mitten im Winter. In den südlichen Regionen war es in den letzten Wochen sehr kalt. Die Andenhochebene liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 4.000 Metern. Die dünne Luft, die Kälte in Verbindung mit der Bedrohung durch Covid-19 haben zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko für gefährdete Kinder geführt.

    In Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung hat Compassion fast 3.000 Kindern mit zusätzlichen Nahrungsmitteln, Decken und medizinischer Unterstützung geholfen.

  • 3. September

    Kein Schulbeginn in Ruanda im September, in Kenia bis Ende Jahr

     

    Covid-19 und die Schutzmassnahmen richten weiterhin grossen Schaden an: Die Regierung in Ruanda hat soeben bekanntgegeben, dass die Schulen im September anders als geplant noch geschlossen bleiben werden. Kenia hat die Bevölkerung darüber informiert, dass die Schulen bis Ende 2020 geschlossen bleiben. Die Bildungseinrichtungen hatten ihre Türen am 15. März geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler in Kenia werden das Schuljahr ab Januar wiederholen, sofern die gesundheitliche Situation dies zulässt.

     

    Fehlende Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen sind zwei der Gründe, warum sich Schulen in mehreren afrikanischen Ländern gegen eine baldige Wiedereröffnung entschieden haben. Für viele Schulen ist es sehr schwierig, die Schutzmassnahmen der WHO, die Möglichkeiten zum Händewaschen und die Distanzregeln einzuhalten, nicht zuletzt auch wegen fehlenden finanziellen Mitteln. In vielen Ländern wurden die Ausgaben für die Schulbildung zurückgestellt, weil die Pandemie viele Kosten verursacht hat.

     

    Längere Schulschliessungen werden wahrscheinlich dazu führen, dass sehr viele Kinder ihre Schulbildung ganz abbrechen werden. Im Jahr 2000 waren 64% aller Kinder weltweit in der Grundschule, und bis 2015 stieg diese Zahl auf 80%. Nur wenige Experten glauben, dass dieses Niveau gehalten werden kann. Gemäss Schätzungen von UNICEF werden 30 Millionen Kinder nicht in die Schule zurückkehren.

     

  • 1. September

    Evans ist erst 16 Jahre alt, aber er hatte die Idee des Jahres, in seinem Land, Ghana, während der Covid-1-Pandemie etwas zu verändern. Als die Schulen schlossen startete er "Fernunterricht", indem er sich die Technologie zunutze machte.

     

    Evans hat auf WhatsApp eine Lernplattform eingerichtet, auf der er Englisch, Mathematik, Sozialkunde und Naturwissenschaften unterrichtet. Er veröffentlicht hauptsächlich Audio- und manchmal auch Videomaterial für diese Kurse.

    "Viel zu viele Kinder haben keinen Zugang zum Fernsehen, um dem von der Regierung geschaffenen Lehrplan folgen zu können. Deshalb habe ich diese WhatsApp Gruppe gegründet, um ihnen beim Lernen zu Hause zu helfen", erklärt er. "Seine Schüler" werden ermutigt, die Hausaufgaben zu machen, die er ihnen gibt. Sie machen Fotos von ihrer Arbeit und veröffentlichen sie auf der Plattform. Evans "trifft" seine Schüler jeden Tag zwischen 20 und 22 Uhr, wenn er sich sicher ist, dass sie problemlos auf die Familientelefone zugreifen können, die sie für den Unterricht benutzen.

     

    Die Gruppe begann mit etwa 50 Schülerinnen und Schülern. Mittlerweile sind es jetzt mehr als 250 Kinder aus dem ganzen Land. "Ich bin sehr glücklich über die Initiative meines Sohnes", sagt Evans' Mutter. Nur wenige 16-Jährige wissen, was sie arbeiten möchten, wenn sie erwachsen sind. "Zum Glück hat Evans schon früh herausgefunden, dass er Lehrer werden möchte und es ist grossartig zu sehen, dass er eine Möglichkeit gefunden hat, seine Zukunftsträume zu verwirklichen - ohne zu warten." Evans bestätigt: "Ich möchte in Zukunft Lehrer werden", sagt er. "Ich liebe es zu unterrichten, und ich bin glücklich, wenn ich unterrichte".

  • 28. August

    Eine Last-Minute-Lösung

    Ein Datum war festgelegt worden. Sie hatte Käufer für ihre wenigen Habseligkeiten gefunden. Der Eigentümer war benachrichtigt worden. Obwohl Shewaye in Äthiopien ihre drei Teenager nicht überzeugen konnte, war sie entschlossen, mit ihrer Familie in ein Dorf weit weg von der Stadt umzuziehen, wo die Mieten viermal billiger waren.

    Sie hatte in den letzten Monaten ihre letzten Ersparnisse gesammelt, um die Miete zu bezahlen. Da sie wegen der Pandemie kein Einkommen hatte, hatte sie keine Möglichkeit, die Miete für den nächsten Monat zu bezahlen. "Ich musste schnell handeln. Wir hatten zwei Möglichkeiten: in der Stadt obdachlos zu werden oder die Privilegien des Stadtlebens aufzugeben und aufs Land zu ziehen, wo wir ein Dach über dem Kopf haben würden. Ich weiss, es wäre eine grosse Herausforderung für die Kinder, aber alles war besser, als auf der Strasse zu leben", sagt Shewaye.

    Einige Tage vor dem Umzugstermin merkt Shewaye in der Eile, dass sie keinen Moment daran gedacht hatte, sich mit den Mitarbeitenden im Kinderzentrum von Compassion zu beraten, wo ihre 17-jährigen Zwillinge Eyob und Hanna Teil des Kinderpatenschaftsprogramms waren.

     

    Sobald sie von den Plänen der Mutter erfuhren, überlegten die Mitarbeitenden, wie sie einen Umzug, der die Zukunft der Kinder gefährden könnte, am besten vermeiden könnten. Wenn Shewaye die Stadt verlassen hätte, hätten die Zwillinge ihre Patenschaft verloren. Ein Patenkind wird bei einer örtlichen Anlaufstelle angemeldet. Wenn die Familie in ein Gebiet umzieht, in dem es keine Partnergemeinde von Compassion gibt, kann das Kind nicht mehr unterstützt werden, weil es nicht regelmässig an Aktivitäten teilnehmen kann.

    Die Entscheidung Shewayes hätte daher die Ausbildung ihrer Söhne, ihre Chance auf Zugang zu höherer Bildung und den Verlust der Beziehung, die sie zu ihren Paten aufgebaut hatten, gefährden können.

     

    An diesem Tag ging Shewaye beruhigt und mit einem breiten Lächeln im Gesicht aus dem Kinderzentrum. Sie freute sich riesig darauf, die gute Nachricht mit ihren Kindern zu teilen: "Jedes Mal, wenn ich daran denke, was hätte passieren können, wenn wir umgezogen wären, weine ich", sagt sie. "Ich bin Gott so dankbar, dass er in letzter Minute eingegriffen und das die Mitarbeitenden des Zentrums eingesetzt hat".

  • 26. August

    Die ersten Kinderzentren werden bald wieder geöffnet

    Gute Nachrichten: die Aktivitäten mit den Patenkindern können in den ersten Zentren in Thailand wieder starten. Auch Sri Lanka kann die Kinderzentren wieder öffnen. In den meisten Ländern, in denen Compassion aktiv ist, ist es jedoch nach wie vor nicht möglich, die Kinder in Gruppen für die ausserschulische Aktivitäten zusammenzubringen.

    In Ghana dürfen Kinder in kleinen Gruppen in die Kinderzentren kommen, wo sie
    Briefe von ihren Patinnen und Paten lesen und ihnen schreiben können.

    In Tansania sind die Schulen wieder geöffnet. Die Behörden haben seit mehreren Wochen behauptete, das Covid-19-Problem sei gelöst. Doch die gesundheitliche Realität sieht ganz anders aus.

    Es wurden mehrere Ausbrüche von Infektionen festgestellt. Compassion lässt Vorsicht walten - Die Aktivitäten in den Kinderzentren sind noch nicht zur Normalität zurückgekehrt.

  • 13. August

    Über 3,7 Millionen Nahrungsmittelpackete wurden an die Ärmsten verteilt

    In den meisten Regionen, in denen wir tätig sind, konnte der normale Betrieb der Kinderzentren bisher noch nicht wieder aufgenommen werden.
    Die Mitarbeitenden nehmen jedoch regelmässig Kontakt mit den Familien der
    Patenkinder auf, um sie zu ermutigen und um herauszufinden, was sie brauchen.

     

    Überblick über die Hilfe für Familien bis am 10. August 2020

    In Bangladesch
    wurden 69‘000 Lebensmittelpakete und 69‘000 Hygienesets verteilt. 1‘300 Menschen erhielten medizinische Hilfe. 

    In Bolivien
    wurden 225'000 Lebensmittelpakete und 108'000 Hygienesets verteilt.

    In Brasilien
    wurden 142'000 Lebensmittelpakete und 113'000 Hygienesets verteilt. 6‘100 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Burkina Faso
    wurden 291‘500 Lebensmittelpakete und 178‘000 Hygienesets verteilt. 10‘300 Menschen wurden dank der finanziellen Unterstützung von Compassion versorgt.

    In Kolumbien
    wurden 210‘000 Lebensmittelpakete und 133‘000 Hygienesets verteilt. 4‘200 Menschen wurden dank der finanziellen Unterstützung von Compassion versorgt.

    In der Dominikanischen Republik
    wurden 74‘500 Lebensmittelpakete und 20‘000 Hygienesets verteilt.

    In Ecuador
    wurden 181'500 Lebensmittelpakete und 25'500 Hygienesets verteilt. 8700 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In El Salvador
    wurden 141'500 Lebensmittelpakete und 71'000 Hygienesets verteilt. 13’000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Äthiopien
    wurden 166'000 Lebensmittelpakete und 167'000 Hygienesets verteilt. 4'000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Ghana
    18'000 Lebensmittelpakete und 17'300 Hygiene-Kits wurden verteilt. 6700 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Guatemala
    wurden 210’000 Lebensmittelpakete und 77'000 Hygienesets verteilt. 10’700 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Haiti
    wurden 155'000 Lebensmittelpakete und 91'000 Hygienesets verteilt. 4‘000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Honduras
    wurden 73'000 Lebensmittelpakete und 30'000 Hygienesets verteilt. 1‘200 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Indonesien
    wurden 422'000 Lebensmittelpakete und 368'000 Hygienesets verteilt. 20'600 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Kenia
    21'000 Lebensmittelpakete verteilt. Compassion hat ausserdem mehreren Zehntausend Menschen, die durch den Lockdown nicht in der Lage waren, Nahrungsmittelreserven zu empfangen, Geld geschickt.

    In Mexiko
    wurden 123'000 Lebensmittelpakete und 82'500 Hygienesets verteilt. 4'200 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Nicaragua
    wurden 82’000 Lebensmittelpakete und 49'000 Hygienesets verteilt. 1'700 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Peru
    wurden 217'000 Lebensmittelpakete und 43'000 Hygienesets verteilt. 2'000 Menschen erhielten medizinische Hilfe. 

    Auf den Philippinen
    wurden 415'000 Lebensmittelpakete und 214'000 Hygienesets verteilt. 24’800 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Ruanda
    wurden 73’000 Lebensmittelpakete und 149'000 Hygienesets verteilt. 8‘800 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Sri Lanka
    wurden 83’000 Lebensmittelpakete und 44’500 Hygienesets verteilt.

    In Tansania
    wurden 52’000 Lebensmittelpakete und 84'000 Hygienesets verteilt.
    5'400 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Thailand
    wurden 97’000 Lebensmittelpakete und 58'500 Hygienesets verteilt.

    In Togo
    wurden 157’000 Lebensmittelpakete und 159'000 Hygienesets verteilt. 11’800 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Uganda
    wurden 58’000 Lebensmittelpakete und 61’000 Hygienesets verteilt. 13‘000 Personen erhielten medizinische Hilfe

  • 6. August

    Die Lage wird für Mädchen immer gravierender

    Durch die Covid-19-Pandemie hat sich die Situation von Mädchen und jungen Frauen in den Ländern des globalen Südens verschlechtert.
    Frühe Heirat und Schwangerschaft, sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen und geschlechtsspezifische Gewalt nehmen zu.
    In Malawi zum Beispiel verbreitet sich die Meinung, dass es sinnvoll ist, „Ehe und Mutterschaft zu bevorzugen, da die Schulen nicht wieder öffnen werden". Solche unbegründeten Gerüchte sind nach Angaben von CAMFED, einer Hilfsorganisation für Mädchen und junge Frauen, in mehreren Regionen Subsahara-Afrikas im Umlauf.

     

    Die nun schon monatelange Schliessung von Schulen gibt solchen Ansichten in der Bevölkerung breiten Nährboden und drängt junge Mädchen dazu, die Absicht einer guten Ausbildung zugunsten eines „Familienlebens“ aufzugeben.

     

    Laut Unesco geschieht dies nicht zum ersten Mal. Der Ausbruch von Ebola hatte zum Beispiel in Sierra Leone zu einem Anstieg der Schwangerschaften um 65% geführt. Bei der Covid-19-Pandemie rechnet die Unesco mit demselben Phänomen.

     

    Andernorts, auf den Philippinen, nimmt die Ausbeutung von Kindern für die Sexindustrie wegen Covid-19 drastisch zu. Die Zahl der Opfer hat sich seit Beginn der Pandemie verdreifacht. Compassion Philippinen hat eine Online-Präventionskampagne lanciert, um Familien und Jugendliche vor den lauernden Gefahren der Sexindustrie zu warnen und die Eltern zu ermutigen, ihre Kinder zu schützen.

  • 28. Juli

    2,1 Millionen Patenkinder: aktueller Stand der Infektionszahlen
     

    Es ist nicht überraschend, dass Lateinamerika die meisten Fälle von Covid-19 Infektionen bei Patenkindern zu verzeichnen hat. Bis zum 8. Juli sind 210 bestätigte Fälle und 259 Verdachtsfälle identifiziert worden. Ecuador bleibt - was die Patenkinder von Compassion betrifft - das am stärksten betroffene Land mit derzeit 69 bestätigten Fällen und 114 Verdachtsfällen, gefolgt von Brasilien (46/31), Peru, Kolumbien und El Salvador.

     

    In Afrika sind derzeit 4 Infektionen und 13 Verdachtsfälle bekannt. Darüber hinaus wurden 6 Mitarbeitenden von Kinderzentren mit dem Virus infiziert.

     

    In Asien wurden auf den Philippinen und in Indonesien nur 5 Fälle von infizierten Kindern und 12 Verdachtsfälle registriert. Auch hier sind 6 Mitarbeitende betroffen und werden derzeit behandelt.

     

    Die Zahl der Fälle in den Familien von Patenkindern ist gestiegen, allein in den lateinamerikanischen Ländern gibt es mehr als 1’300 Infizierte.

     

    Die gute Nachricht ist, dass diese Zahlen angesichts der Kinder, die durch Compassion unterstützt werden, bescheiden sind. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Bemühungen um Prävention und Hygieneschulung unter den Kindern Früchte getragen haben. Die begrenzte Anzahl der durchgeführten Tests erklärt aber wahrscheinlich auch teilweise diese Zahlen. Auf jeden Fall gibt Compassion nicht auf. Die Mobilisierung zum Schutz und zur Unterstützung benachteiligter Kinder und ihrer Familien geht weiter.

  • 24. Juli

    Angelina Jolie appellierte an einem „runden Tisch“ der UNESCO und dem UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, für Hilfe für die Kinder weltweit, die seit der Covid-19-Pandemie nicht mehr zur Schule gegangen sind.

    Das „Time Magazine“ berichtete über die Veranstaltung am 25. März, an der sie sagte: „Für Millionen von Kindern und Jugendlichen ist die Schule überlebenswichtig und bedeutet Schutz – oder zumindest eine Atempause – vor Gewalt, Ausbeutung und anderen schwierigen Umständen. Sie garantiert ihnen auch den Zugang zu einer Mahlzeit pro Tag.“

    „Ohne sofortige praktische Hilfe wird es vielen dieser Kinder nicht mehr möglich sein, je wieder ein Klassenzimmer zu betreten. Wir müssen Wege finden, um Kindern und jungen Menschen auf der ganzen Welt Zugang zu einer kontinuierlichen Ausbildung zu gewährleisten“, sagte der UNHCR-Sonderbotschafter. „Ohne Schule und Bildung werden sie nicht in der Lage sein, ihr Leben aufzubauen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen.“

    Etwa 1,6 Milliarden Kinder in mehr als 150 Ländern können zu diesem Zeitpunkt der Pandemie keine Schule besuchen, verglichen mit etwa 260 Millionen Kindern weltweit vor Covid-19.

  • 22. Juli

    Burkina Faso

    „Papa, wann reparierst du das Haus?“

    Kinder stellen oft peinliche Fragen. Für Nabonswende geschah dies, als sein sechsjähriger Sohn Samsoudine sagte: „Papa, wann wirst du unser Haus wieder in Ordnung bringen?“ Es war eine einfache Frage, die ihn mit Scham erfüllte. Da er wegen der Covid-19-Pandemie seinen Arbeitsplatz und seine Ersparnisse verloren hatte, konnte er seinem Sohn keine Antwort geben.

    Nabonswende und seine siebenköpfige Familie leben in zwei kleinen Ein-Zimmer-Hütten am Ufer eines kleinen Flusses in den Slums von Ouagadougou. Die Hütten bestehen aus Lehmziegeln und einem Blechdach. Die heftigen Regenfälle und der Wind haben so viel beschädigt, dass sich selbst der kleine Samsoudine darüber Sorgen machte.

    Vor der Pandemie verdiente Nabonswende mit seinen Teilzeitjobs schon weniger als 5 Dollar pro Tag. Seither ist sein tägliches Einkommen drastisch gesunken, und auch die Webereiarbeiten seiner Frau waren brachten kaum noch etwas ein. In ihrem Kampf, die Auswirkungen der Pandemie zu überleben, benötigen Nabonswende und seine Familie dringend Unterstützung bei der Reparatur ihrer beschädigten Hütte, da in Burkina Faso die Regenzeit beginnt.

    „Es macht mir grosse Sorgen, wenn ich die Wolken am Himmel sehe. Jedes Mal, wenn es regnet, weiss ich, dass unser Haus voller Wasser sein wird, weil das Dach beschädigt ist“, sagt Nabonswende.

     

    Während er darüber nachdachte, wo er Hilfe finden könnte, hatte Nabonswende die Idee, sich an die Compassion-Partnergemeinde zu wenden, wo Samsoudine am Patenschaftsprogramm teilnimmt. „Ich erhielt fünf Säcke Zement, zwei lange Holzbretter, einige Eisenstücke und alles weitere Baumaterial, das ich brauchte. Doch ich konnte nicht einmal die Arbeit des Maurers bezahlen. Die Mitarbeiter des Kinderzentrums verstanden das Problem und beauftragten einen Bauunternehmer, und innert Tagen war das Dach repariert und das Haus wieder dicht“, sagt Nabonswende.

    „Das Compassion-Zentrum ist um die Sicherheit der Kinder und ihrer Familien besorgt. Bei Hausbesuchen überprüfen die Mitarbeiter den Zustand ihrer Wohnungen und greifen bei Problemen so schnell wie möglich ein“, sagt Boukare, der Leiter des Kinderzentrums. „Sobald Nabonswende sein Problem erklärt hatte, war es klar, dass wir dringend Unterstützung leisten und verhindern mussten, dass das Haus einstürzt oder ein Mitglied des Haushalts verletzt wird“.

    Samsoudine und seine vier Brüder und Schwestern waren begeistert, als Kader, der Bauarbeiter, an jenem Morgen kam, um das Dach abzubauen und es mit massiven Zementziegeln, stärkerem Holz und Eisenblechen zu reparieren. Und jetzt kann Nabonswende lachen und endlich die Frage von Samsoudine beantworten: „Heute ist das Haus repariert, und wir können schlafen, ohne Angst zu haben, dass es hineinregnet oder das Dach weggeweht wird. Die Leute von Compassion haben zur rechten Zeit für die Sicherheit unseres Hauses gesorgt“.

    Dank des Nothilfefonds können viele Patenkinder wie Samsoudine Unterstützung erhalten, damit sie mit ihren Familien in Sicherheit wohnen können. Der kleine Junge ist glücklich, dass er in dem neu reparierten Haus sein kann, da ja die Kinder und ihre Eltern oder Betreuer möglichst zu Hause bleiben sollen, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern.

    Samsoudine ist selbstbewusst und hoffnungsvoll: „Wenn ich gross bin, möchte ich Automechaniker werden, um viele kaputte Autos in der Stadt zu reparieren und ein grosses Haus für meine Mutter und meinen Vater zu bauen.“

  • 17. Juli

    9,7 Millionen Kinder werden nicht mehr zur Schule zurückkehren

    Die Schulbildung von Kindern ist ein entscheidender Faktor im Kampf gegen extreme Armut. Laut einem Bericht von “Save the Children” werden wegen den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie 9,7 Millionen Kinder dauerhaft nicht mehr zur Schule gehen können.

     

    Kein Schulbesuch bedeutet natürlich, dass die Kinder weniger lernen, aber dies ist nicht das einzige Problem: Der Schulbesuch ermöglicht den Kindern Zugang zu ausgewogenen Mahlzeiten, die von der Schule an die Kinder verteilt werden, und gleichzeitig sind sie dort vor Kinderarbeit, Kinderprostitution, Drogennetzwerken, Bandenkriminalität und ganz einfach auch vor häuslicher Gewalt geschützt.

     

    Zurzeit sind insgesamt 1,2 Milliarden Kinder von den aktuellen Schliessungen von Schulen betroffen. Aber die Kinder, die in extremer Armut aufwachsen, sind am meisten gefährdet, vor allem die Mädchen.

     

    Compassion versucht mit allen Mitteln, den Patenkindern den Zugang zur Schule zu garantieren. Zur schulischen Unterstützung während der Zeit der Ausgangssperren bietet unsere NGO den Familien in mehreren Ländern Kurse per Videobotschaft an oder stellt den Behörden E-Learning-Plattformen zur Verfügung.

  • 14. Juli

    Mexiko

    In Oaxaca, einem der am stärksten von COVID-19 betroffenen mexikanischen Bundesstaaten, gibt es eine Gemeinde, in der sich niemand mit Corona angesteckt hat. Vom ersten Tag an ergriff das Kinderzentrum "Una Familia para Usted" rasch Massnahmen, um das Wissen der Familien zu Hygiene zu erweitern.

     

    Oaxaca hat eine hohe Analphabetenrate. Die Nachrichten verbreiten zwar ständig Informationen über das Virus und seine Vorbeugung, aber die Kinder brauchen eine einfache, spielerische Lernmethode. "Wir haben eine Geschichte erfunden, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu gewinnen, aber vor allem, weil Oaxaca aufgrund seiner hohen Analphabetenrate eine Gemeinschaft mit mündlicher Tradition ist", sagt Soreli, eine Mitarbeiterin des besagten Compassion Kinderzentrums.

     

    Die 11-jährige Daniela und ihre Geschwister lieben diese Geschichte und haben ihre Hygienegewohnheiten geändert, nachdem sie sie gehört haben. „Es ist grossartig, wie viel ich aus der Coronavirus-Geschichte gelernt habe. Ich verstehe die Nachrichten im Radio nicht, und wir wussten nicht, wie wir das Virus verhindern konnten, aber dank des Kinderzentrums verstehen wir es jetzt. Und wir haben eine bessere Hygiene, um gesund zu bleiben.“ Daniela bringt nun ihren Freunden die guten Hygienepraktiken bei, die sie gelernt hat.

  • 10. Juli

    60% der lateinamerikanischen Arbeiter tragen die Folgen von Covid-19

    Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in der ersten Hälfte des Jahres 2020 in Lateinamerika 65 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. Die Ergebnisse des neuen Berichts lieferten alarmierende Daten für Lateinamerika: Der Rückgang der Arbeitszeit im zweiten Quartal für Lateinamerika und die Karibik betrug 20 Prozent, was bei einer 40-Stunden-Woche etwa 55 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen und bei einer durchschnittlichen 48-Stunden-Woche 47 Millionen Arbeitsplätzen entspricht, so der Bericht.


    Rechnet man Nordamerika hinzu, so beläuft sich die Gesamtzahl der verlorenen Arbeitsplätze auf 93 Millionen.

     

    Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa 60 Prozent der gegenwärtig in Lateinamerika und der Karibik beschäftigten Arbeitnehmer mit Arbeitsplatzverlusten, Arbeitszeitverkürzungen und Einkommenseinbussen rechnen müssen.

  • 7. Juli

    In Thailand werden die Aktivitäten in kleinen Gruppen wieder aufgenommen

    In den 25 Ländern, in denen Kinder in Armut durch Compassion unterstützt werden, bleibt die grosse Mehrheit der Kinderzentren weiterhin geschlossen. In einigen Ländern erwägen die Partnerkirchen und Landesbüros jedoch eine baldige Rückkehr zu Gruppenaktivitäten mit den Kindern. Auf den Philippinen und in Sri Lanka werden Hygienemassnahmen ausgearbeitet, um mit der Zustimmung der Behörden die Kinderzentren wieder öffnen zu können. In Sri Lanka wird auch ein Desinfizierungsplan für die Räumlichkeiten der Kinderzentren vorbereitet.

     

    In Thailand, wo sich die Zahl der Menschen, die mit einem Einkommen von weniger als CHF 5.50 pro Tag leben, seit Beginn der Pandemie verdoppelt hat, können sich die Patenkinder in kleinen Gruppen von weniger als zehn Kindern wieder treffen. Die Mitarbeitenden der Kinderzentren organisieren entsprechende Aktivitäten für die Kinder im Rahmen von Hausbesuchen.

     

    In den anderen Ländern dürfen die Mitarbeitenden von Compassion aufgrund der geltenden Vorschriften ihre Programme noch nicht wieder aufnehmen. Die Kinderzentren bleiben vorläufig geschlossen. Die Besuche, um die Familien zu ermutigen und zu unterstützen, die Verteilung von Nahrungsmitteln, um die Grundbedürfnisse zu decken, sowie medizinische Hilfe werden jedoch aktiv weitergeführt.

  • 3. Juli

    El Salvador

    Vor drei Monaten, als die Einschränkungsmassnahmen in El Salvador eingeführt wurden, ist auch unsere Wasserversorgung eingestellt worden. Der Tanklaster kam nicht mehr in unsere Region, und schon bald hatten wir kein Trinkwasser mehr", erzählt Petrona. Sie ist die Mutter von Milagro, einem vierjährigen Mädchen und Compassion-Patenkind. Der Zugang zu Wasser fürs Zähneputzen, Kochen und Händewaschen ist für das Viertel Las Marías, in dem Petrona und ihre Familie leben, auch in normalen Zeiten nicht selbstverständlich.

    Zu Beginn der Pandemie verdoppelten die Mitarbeiter der Compassion-Kinderzentren ihre Bemühungen, auch mit Hilfe von Telefonanrufen und Videos, um den Familien dringend klar zu machen, dass sie auf gute Hygienegewohnheiten achten sollen, um sich vor Covid-19 zu schützen.

    Die Kinderzentren stellten den Menschen auch Lebensmittelbeutel und Hygienesets mit Seife, Desinfektionsgel, Masken, Toilettenpapier und Bleichmittel zur Verfügung. "Das Desinfektionsgel schätzten wir sehr, da es uns vor dem Virus schützte und uns gleichzeitig auch half, Trinkwasser zu sparen", sagte Petrona.

     

    Weiter organisierten die Mitarbeitenden des Kinderzentrums zusammen mit ihrer Partnerkirche auch Tanklastwagen, um die 16 bedürftigen Familien im Viertel Las Marías – insgesamt 62 Personen – mit Trinkwasser zu versorgen. "Zu wissen, dass sie kein Wasser hatten, machte uns Angst, weil sie dadurch auch nicht in der Lage waren, ihre Hände zu waschen, zu kochen oder ihre Hygiene zu pflegen, um eine Ansteckung mit COVID-19 zu verhindern", sagte Mercedes, die Leiterin des Aufnahmezentrums.

     

    Die Schwierigkeit bestand jedoch darin, eine Lieferfirma zu finden, die überhaupt bereit war, in das Viertel Las Marías zu fahren, da dieses Gebiet von Banden kontrolliert wird. Carito, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Compassion Kinderzentrums, nahm allen Mut zusammen, ging einfach zum Bandenchef und bat ihn, den Wassertanker in seine Gemeinde hineinfahren zu lassen. Der Anführer der Bande hatte von der Unterstützung der Elim-Kirche für bedürftige Familien gehört und stimmte zu, sodass der Wassertanker seither hinfahren darf und die Menschen wieder Wasser haben können.

  • 26. juni

    Konkrete Hilfe von Compassion

    In den meisten Regionen, in denen wir tätig sind, konnte der normale Betrieb der Kinderzentren bisher noch nicht wieder aufgenommen werden.
    Die Mitarbeitenden nehmen jedoch regelmässig Kontakt mit den Familien der
    Patenkinder auf, um sie zu ermutigen und um herauszufinden, was sie brauchen.

    Überblick über die Hilfe für Familien bis am 17. Juni 2020

    In Bangladesch
    wurden 83‘000 Lebensmittelpakete und 84‘000 Hygienesets verteilt. 1‘210 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Bolivien
    wurden 160'000 Lebensmittelpakete und 52'000 Hygienesets verteilt.

    In Brasilien
    wurden 103'000 Lebensmittelpakete und 76'000 Hygienesets verteilt. 2‘100 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Burkina Faso
    wurden 109‘000 Lebensmittelpakete und 130‘000 Hygienesets verteilt. 17‘200 Menschen wurden dank der finanziellen Unterstützung von Compassion versorgt.

    In Kolumbien
    wurden 140‘000 Lebensmittelpakete und 104‘000 Hygienesets verteilt. 3‘000 Menschen wurden dank der finanziellen Unterstützung von Compassion versorgt.

    In der Dominikanischen Republik
    wurden 45‘000 Lebensmittelpakete und 6‘700 Hygienesets verteilt.

    In Ecuador
    wurden 111‘400 Lebensmittelpakete und 10‘000 Hygienesets verteilt. 1600 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In El Salvador
    wurden 84‘000 Lebensmittelpakete und 50‘000 Hygienesets verteilt. 8‘700 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Äthiopien
    wurden 12‘500 Lebensmittelpakete und 10‘000 Hygienesets verteilt. 1‘000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Guatemala
    wurden 112‘400 Lebensmittelpakete und 41‘500 Hygienesets verteilt. 1‘800 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Haiti
    wurden 87‘300 Lebensmittelpakete und 69‘700 Hygienesets verteilt. 4‘000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Honduras
    wurden 56‘000 Lebensmittelpakete und 20‘000 Hygienesets verteilt. 1‘000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Indonesien
    wurden 289‘000 Lebensmittelpakete und 260‘000 Hygienesets verteilt. 15‘000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Kenia
    wurden 8‘000 Lebensmittelpakete verteilt. Compassion schickte auch
    Geld an 30‘000 Bedürftige, bei denen es nicht möglich war, Nahrungsmittel zu
    bringen.

    In Mexiko
    wurden 108‘000 Lebensmittelpakete und 59‘000 Hygienesets verteilt. 3‘500 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Nicaragua
    wurden 70‘500 Lebensmittelpakete und 33‘000 Hygienesets verteilt. 1‘600 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Peru
    wurden 161‘400 Lebensmittelpakete und 49‘000 Hygienesets verteilt. 1‘400 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    Auf den Philippinen
    wurden 202‘700 Lebensmittelpakete und 131‘000 Hygienesets verteilt. 16‘000 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Ruanda
    wurden 39‘500 Lebensmittelpakete und 100‘000 Hygienesets verteilt. 4‘500 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Sri Lanka
    wurden 30‘000 Lebensmittelpakete und 15‘000 Hygienesets verteilt.

    In Tansania
    wurden 36‘000 Lebensmittelpakete und 78‘000 Hygienesets verteilt.
    3‘700 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Thailand
    wurden 82‘000 Lebensmittelpakete und 53‘000 Hygienesets verteilt.

    In Togo
    wurden 79‘000 Lebensmittelpakete und 68‘000 Hygienesets verteilt. 5‘200 Menschen erhielten medizinische Hilfe.

    In Uganda
    wurden 16‘000 Lebensmittelpakete und 2‘200 Hygienesets verteilt. 1‘200 Personen erhielten medizinische Hilfe

  • 23. juni

    Kein Radio, kein Zugang zum Unterricht

    Kidist lebt in Äthiopien und ist 17 Jahre alt. Als die Mitarbeitenden ihres Compassion-Kinderzentrums ihr eine Liste mit Radiosendern gaben, wusste sie erst nicht, was sie damit anfangen sollte. Sie hatte nämlich noch nicht davon gehört, dass die Regierung seit der Schliessung der Schulen täglich über Radio und Fernsehen Sendungen für Schülerinnen und Schüler ausstrahlte.

    Kidist hat zu Hause kein Radio. Ihre Nachbarin Yordanos wusste von den Programmen, aber auch sie hatte kein Radio. Kidist überlegte, zu einem Nachbarn zu gehen, der einen Fernseher hat. Doch die Bedrohung durch das Coronavirus machte ihr Angst: Aus dem Haus zu gehen, mehrere Stunden im Haus eines Nachbarn zu bleiben, das widersprach den Anweisungen zur Prävention.

     

    Dejene, der Leiter des Kinderzentrums, zu dem Kidist gehört, wurde auf die Situation der Mädchen aufmerksam. Sieben Patenkinder, um die sich seine Kirche kümmert, hatten keine Technologie, um Zugang zum Bildungsangebot der Regierung zu erhalten. “Das scheint vielleicht nicht viel, aber für mich zählt jedes Kind ohne Zugang zu Bildung", sagte er. Dabei geht es nicht nur um den verpassten Unterricht. Die Kinder fühlen sich minderwertig und ausgeschlossen, was ihnen auf die Psyche schlägt.


    Dank des Covid-19-Notfallfonds von Compassion konnte Dejene Radios für die sieben Teenager kaufen. Yordanos sagte: "Als ich das Radio bekam, fühlte ich Hoffnung in mir aufsteigen. Ich habe wirklich verstanden, dass man sich um unsere Fortschritte sorgt. Dieses Geschenk hat mich motiviert, hart für den Erfolg in der Schule zu arbeiten. Natürlich habe ich einiges nachzuholen. Aber die Lektionen im Radio sind dazu da, mir zu helfen.”

  • 19. juni

    Wird Kinderarbeit wieder zunehmen?

    Wegen der Coronakrise sind Millionen von Kindern gefährdet, durch Arbeit ausgebeutet zu werden. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) prognostiziert diese Zunahme, die nach 20 Jahren des Fortschritts eine Trendwende bedeuten würde. Die Zahl der Kinder, die arbeiten, ist seit 2000 nämlich um 94 Millionen zurückgegangen.

    Nun besteht das Risiko einer Verschlechterung. Kinder, die bereits arbeiten, müssen möglicherweise noch härter oder unter schlechteren Bedingungen arbeiten. Wegen der schwerwiegenden Folgen der Pandemie auf ihr Einkommen und angesichts mangelnder Unterstützung könnten viele Familien auf Kinderarbeit zurückgreifen, so die Vereinten Nationen.

    Laut Studien, die der UN-Bericht zitiert, bedeutet ein Anstieg des Armutsniveaus pro 1 % auch ein Anstieg der Kinderarbeit um 0,7% oder mehr.

     

    „In Krisenzeiten wird Kinderarbeit für viele Familien zu einem Überlebensmechanismus“, erklärt UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.
    „Je mehr die Armut zunimmt, Schulen geschlossen und soziale Dienste eingeschränkt werden, desto mehr schnellt die Zahl der zur Arbeit gezwungenen Kinder nach oben.“

  • 5. juni

    Jeden Tag spazieren Genesis und Jazlen mit den Schweinen ihrer Familie durch die trockene, staubige Umgebung. Sie tragen einen Eimer mit Resten und hüten die Tiere, während diese Pflanzen und Rüstabfälle fressen.

    Das zehnjährige Mädchen und ihre sechsjährige Schwester sind Teil des Kinderpatenschaftsprogramms in Las Lagunas an der Küste Ecuadors, einer der trockensten Regionen des Landes. Es regnet nur wenige Tage im Jahr und das Land bringt kaum Ertrag.

    In dieser Gegend verdienen die Familien ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Lehmziegeln.  Das ist eine harte und anspruchsvolle Arbeit. Man mischt Sand, Ton und Wasser zu einer Paste, die dann zu Blöcken gebrannt wird. Um grosse Mengen von Ziegelsteinen herzustellen, arbeiten die Familien lange Stunden, oft unter sengender Sonne. 

    Häufig arbeiten Kinder mit ihren Eltern zusammen bei der Anfertigung der Ziegel, die dann zum Verkauf in andere Städte und Regionen transportiert werden. 

     

    Der coronabedingte Lockdown hatte grosse Auswirkungen auf die Region. Die Familien mussten die Produktion von Ziegelsteinen einstellen. Aufgrund der Ausgangssperren konnten die Ziegel auch nicht mehr für den Verkauf transportiert werden. So verloren viele Familien ihr Einkommen, darunter auch Genesis’ Familie. Sie hatten kein Geld mehr, um Lebensmittel zu kaufen. 

     

    Die Misión Camino de Santidad, eine lokale Partnerkirche von Compassion, fand aber eine kreative Lösung, um sie zu unterstützen. Zu Beginn der Pandemie erhielten die Familien Lebensmittelpakete. Bald war aber klar, dass die Krise länger dauern würde und eine nachhaltigere Lösung gefunden werden musste. Die Verantwortlichen der Kirche und des Kinderzentrums beschlossen, betroffenen Familien Ferkel zur Verfügung zu stellen, die sie mästen und dann verkaufen können. “In dieser Region gibt es viele alleinerziehende Mütter, Frauen, die ihre Ausbildung nicht abgeschlossen und keine regelmässige Arbeit haben. Deshalb haben wir nach einer Lösung gesucht, um ihnen zu helfen, so dass sie sich selbst versorgen können", erklärt Angelica, eine der Verantwortlichen der Kirche. Sie fügt hinzu: “Die Idee ist, den Familien ein ausreichendes Einkommen zu ermöglichen, sodass sie mehrere Tiere kaufen und den Zyklus von Aufzucht und Verkauf der Tiere wiederholen können. Das ist ein Beitrag zur regionalen Wirtschaft und verbessert gleichzeitig die Ernährungssicherheit für die Kinder und Familien von Las Lagunas.” 

     

    Genesis und Jazlen sind stolz darauf, sich um die Schweine ihrer Familie zu kümmern. Sie füttern und hüten sie morgens, während die Schweine umherstreifen und sich von Pflanzen und Abfällen ernähren. “Ich kümmere mich gerne um meine Ferkel und füttere sie, denn wenn sie gross und fett sind, kann meine Familie sie verkaufen und mehr kaufen", sagt Genesis. Genesis und Jazlens Familie hat nun die Möglichkeit, in dieser Krisenzeit ein Einkommen zu generieren. Dank der Unterstützung durch das Kinderzentrum bewahren die Familien während des Lockdowns die Hoffnung: “Ich bin Jesus und der Kirche dankbar für die Tiere, die sie mir geschenkt haben", sagt die kleine Jazlen. “Ich hüte sie und sorge für sie, damit sie gut wachsen können.”

  • compassion_colombie_covid_solutions_hygiene

    3. juni

    Die kolumbianische Kleinstadt Palmira kämpft mit Wasserknappheit. Vor diesem Hintergrund ist Händewaschen zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 nicht ganz einfach.

    Die Familien sind besorgt. Angesichts ihrer Notlage haben die Mitarbeiter des Compassion-Kinderzentrums eine Händewaschanlage eingerichtet. Sie ermöglicht sowohl die Speicherung von Wasser als auch den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Mit nur einer Flasche Wasser können sich die Familien mehrmals am Tag mit fliessendem Wasser die Hände waschen.

    Franklin, einer der Mitarbeiter des Kinderzentrums, hat die Waschanlage entworfen. Zur Herstellung brauchen die Familien Holzstöcke, Schnur und eine Plastikflasche. Man bohrt ein kleines Loch in den Flaschendeckel. Dann befestigt man die Schnur an der aufgehängten Flasche und an einem Stück Holz auf dem Boden. Bewegt man das Holzstück mit dem Fuss, tritt dank des Seils langsam ein dünner Wasserstrahl aus der Flasche, ohne dass man dazu die Hände benutzen muss. Im Kinderzentrum haben sie sogar ein Video-Tutorial aufgenommen, das sie übers Handy an die Bevölkerung schicken.

    Das neunjährige Patenkind Rosa hat mit Hilfe ihrer Eltern zu Hause eine solche Waschanlage gebaut. Ihre Familie benutzt sie täglich, nachdem sie im Kinderzentrum gelernt haben, wie wichtig gute Hygiene ist. Rosa sagt: „Ich wasche mir jeden Tag die Hände, weil ich meinem Körper Sorge tragen möchte. Ich wasche mich, kämme mein Haar und putze auch meine Zähne.“

    Ihre Mutter, Maideth, hilft ihrer Tochter gerne beim Händewaschen. Für sie ist es wichtig, die Gesundheit ihrer Familie zu schützen, besonders in dieser Pandemiezeit: „Es ist wichtig, sich die Hände zu waschen, um sich nicht mit Krankheiten wie Covid-19 anzustecken. Dieser „Brunnen“ hat die Hygiene meiner Familie verbessert.“

    Die Welle der Covid-19-Infektionen traf Kolumbien viel später als Europa, erst ab April. Obwohl die Behörden des Landes frühzeitig einen Lockdown beschlossen haben, wurden mehr als 30’000 Menschen infiziert und es wurden bereits rund tausend Todesfälle verzeichnet.

    Nebst originellen Lösungen, wie die von Franklin in Palmira, unterstützt Compassion die bedürftigsten Familien vor allem durch die Bereitstellung von Lebensmittelvorräten.

  • 28. mai

    Kenia

    Livingstones Vater, Peter, konnte im letzten Monat wegen COVID-19 nicht arbeiten, aber durch unsere Partnerkirchen in Kenia hat er Geld erhalten, damit er seine Familie ernähren kann.


    "Ich arbeite in einem Hotel, und jetzt ist alles geschlossen," sagt Peter. "Schon vor COVID-19 war es sehr schwierig, über die Runden zu kommen, aber in dieser Situation nun müssen wir wirklich kämpfen und ringen, um überleben zu können."


    Nach einer Massenpanik in den Slums von Kibera in Nairobi, bei der zwei Menschen ums Leben kamen, hat die Regierung die direkte Verteilung von Lebensmitteln verboten, was es für Peters Familie besonders schwierig machte. Die Kirche hat in dieser grossen Notsituation trotzdem Wege gefunden, um zu helfen.

    Die Mitarbeitenden von Compassion sind innovativ und nutzen die mobile Geldüberweisung, um Bargeld direkt an die Familien zu schicken.
    "Es gibt den Familien Würde, wenn sie selbst entscheiden können, wie sie das Geld ausgeben," sagt Joel, der Leiter von Compassion in Kenia. "Sie können selbst auswählen, was sie brauchen und was sie damit kaufen wollen. Es ist aber keine Patentlösung für alle."


    So wie Peters Familie erhalten derzeit mehr als 11‘000 Haushalte im Compassion-Programm in Kenia durch solche Geldtransfers lebenswichtige Unterstützung.

  • 26. mai

    Lateinamerika - das neue Zentrum der Pandemie

    In Peru ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen rasant angestiegen. Am 16. März, als der Lockdown verhängt und die Grenzen geschlossen wurden, gab es 86 infizierte Fälle. Seither ist die Zahl der Infizierten auf 120‘000 angestiegen, und es wurden 3‘500 Todesfälle verzeichnet. Eine Rekordzahl wurde erreicht, als 28‘000 Neuinfektionen innerhalb einer Woche registriert wurden.
     
    Die explosionsartige Zunahme der Infektionen hängt vor allem mit dem Verkauf von Lebensmitteln auf den Märkten zusammen, der als unverzichtbar angesehen wird und deshalb weiterhin stattfindet, denn mehr als 80% der Gemüseverkäufer in Lima sind mit dem Virus infiziert. Ein weiterer Grund ist die rasche Ausbreitung des Virus unter dem Gesundheitspersonal, weil die Schutzausrüstung unzureichend ist und Hygienevorschriften mangelhaft umgesetzt werden.
     
    Ausserdem sind sieben von zehn peruanischen Arbeitern in der so genannten informellen Wirtschaft tätig, viele von ihnen als Tagelöhner. Sie haben natürlich versucht, trotz der Einschränkungen weiter zu arbeiten, um ihre Familien ernähren zu können.
     
    Peru nimmt mit über 365‘000 bestätigten Infizierten und 22‘000 bestätigten Todesfällen auf der traurigen Liste der Covid-19-Opfer in Lateinamerika knapp hinter Brasilien den zweiten Platz ein.
    Unter den obersten sechs Ländern auf der Liste sind auch Mexiko, Ecuador und Kolumbien aufgeführt. In allen diesen fünf Ländern werden Kinder, die in extremer Armut leben, durch Compassion unterstützt.
  • 19. mai

    Sofia ist eine alleinerziehende Mutter in Äthiopien, die ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Gemüse am Strassenrand verdient. Gegenwärtig kann sie wegen des Lockdowns nicht arbeiten.

     

    Sofias Familie droht nun bereits zum zweiten Mal die Vertreibung aus ihrem bescheidenen Heim. Die Erinnerungen an das letzte Mal verfolgen sie noch immer. Deshalb wandte sie sich an Compassion. "Ich weiss noch genau, wie unterstützend die Mitarbeitenden des Compassion-Kinderzentrums in der Vergangenheit gewesen sind, deshalb war ich sicher, dass sie mir zuhören würden", sagt Sofia.

     

    Das Compassion-Zentrum bezahlte Sofias Miete und versorgte sie gleichzeitig auch mit Lebensmitteln für ihre Familie.
    Mimi, die Leiterin des Kinderzentrums, beschreibt die Lage als schwierig: "Wir denken, dass noch viele Fälle wie der von Sofia kommen werden. Die Gefahr einer Zwangsräumung nimmt zu, da viele Menschen nicht arbeiten können. Wir werden aber alles tun, was wir können, um die Kinder zu schützen."

  • 15. mai

    Unicef warnt davor, dass Covid-19 in den kommenden sechs Monaten jeden Tag bis zu 6’000 Kindern das Leben kosten könnte. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen stützt sich bei dieser Vorhersage auf eine Studie der Johns Hopkins University in Baltimore. Es wären 1,2 Millionen zusätzliche Todesfälle zu den 2,5 Millionen Kindern unter fünf Jahren, die jedes halbe Jahr aufgrund von extremer Armut sterben. Gemäss der universitären Studie, die von der Zeitschrift The Lancet Global Health veröffentlicht wurde, liegt die Ursache im Unterbruch der Nahrungsmittel- und Medikamentenversorgungskette.

     

    Die Pandemie und die politischen Lockdown-Massnahmen haben die medizinische Versorgung von Kindern völlig zum Erliegen gebracht. So konnten seit Anfang des Jahres 117 Millionen Kinder nicht gegen Masern geimpft werden - um nur ein Beispiel zu nennen.

     

    Die Mütter kommen an zweiter Stelle. Über 55’000 mehr Frauen könnten beim Gebären ihr Leben verlieren. Jedes halbe Jahr sterben 144’000 Frauen während oder kurz nach der Entbindung.

    Zu den am stärksten gefährdeten Ländern gehören Bangladesch, Indien, Brasilien, die Demokratische Republik Kongo und Äthiopien.

  • 12. mai

    Ecuador

    „Ich bin weder YouTuber noch ein Influencer oder wo etwas. Ich möchte die Kinder in meiner Nachbarschaft schlicht und einfach nicht alleine lassen. Sie sollen wissen, dass sie in dieser Krisenzeit nicht alleine sind und dass sie Gott wichtig sind.“

    Alexander ist ein peruanischer Missionar, der schon seit mehreren Jahren in Ecuador lebt. Er, seine Frau und seine zwei Töchter nutzen ihre Zeit, um der Kleinstadt Echeandía Gottes Liebe zu bringen.

    Alex betet mit den Kindern und ihren Familien, erzählt ihnen biblische Geschichten und ermutigt sie – all das mittels aufgezeichneter Videos. Manchmal verkleidet sich Pastor Alexander auch als Clown, damit es für die Kinder spannend ist und sie lachen und sich freuen können.

    „Im Moment ist Kreativität angesagt. Die Kinder fühlen sich unter Umständen alleine oder haben Angst. Deshalb möchte ich ihnen mit den Videos den Frieden von Jesus Christus weitergeben.“

  • 10. mai

    Bangladesch

     

    Für viele schwangere Frauen in Armut ist eine Geburt zurzeit mit Komplikationen verbunden. Ausgangssperren und Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs führen dazu, dass viele Frauen zum Gebären nicht in ein Spital gehen können. Unsere Mitarbeitenden der Überlebensprogramme sind jedoch voll im Einsatz, damit die Babys heil zur Welt kommen.


    Als bei Joya in Bangladesh die Wehen begannen, rief Alina, ihre Betreuerin des Überlebensprogramms, eine Hebamme herbei. Es sah gar nicht gut aus. Das Baby war in einer lag falsch - so wäre eine Heimgeburt viel zu riskant gewesen. Sie harrten stundenlang zu Hause aus, während Alina nach jemandem suchte, der die werdende Mutter ins Spital fahren würde. Als schon der neue Tag anbrach hatte sie endlich jemand gefunden. Die Ärzte führten sofort einen Kaiserschnitt durch und das hübsche Baby kam gesund zur Welt!  

  • 7. mai

    "Während der COVID-19-Pandemie zu Hause bleiben zu müssen ist eine Riesenchance, Gott besser kennenzulernen." Mit dieser Ermutigung richtete Lubin Dieufait, der Leiter eines Compassion-Kinderzentrums, sich an die Eltern, nachdem von der Regierung wegen des Coronavirus ein Versammlungsverbot für Kirchen und andere Institutionen ausgesprochen worden war.

    "Gott kann jeden Ort mit seiner Gegenwart füllen. Lasst es nicht zu, dass diese vorübergehende Situation euch von seiner Gnade entfernt. ,Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen‘, sagt Gott in seinem Wort. Ihr könnt ihm überall begegnen, nicht nur in der Kirche."

    Julicia Siffrard ist die Mutter des 4-jährigen Gamae. Der Junge besucht das Patenschaftsprogramm. Vor ein paar Monaten hat er sich schwer verletzt und hätte fast seinen linken Fuss verloren. Die Familie hat diese schwierige Zeit überstanden, weil sie auf Gott vertraut hat.

    Nachdem sie erfahren hatte, dass die Kirche im Moment zu sei, war Julicia traurig. Doch als sie den weisen Ratschlag von Lubin hörte, entschied sie sich, mit Gamael und ihren drei anderen Kindern zu Hause regelmässige Andachtszeiten durchzuführen.

  • 4. mai

    Guatemala

    Die örtliche Polizei und die Mitarbeitenden der Kinderzentren in Cotzal und Chajul in Guatemala arbeiten zusammen, um die bedürftigsten Familien der Patenkinder mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

    In der Zeit des Lockdowns mit einer strengen Ausgangssperre von 16.00 Uhr bis 4.00 Uhr morgens können viele Tagelöhner nicht mehr zur Arbeit gehen oder rechtzeitig mit Lebensmitteln für ihre Familien nach Hause kommen. Darüber hinaus haben die Behörden die Fahrerlaubnis für Autos drastisch eingeschränkt. Es dürfen nur "offizielle" Fahrzeuge unterwegs sein.

    So ist es für die Kinderzentren schwierig, den Patenkindern und ihren Familien Lebensmittelpakete zu bringen. Deshalb kontaktierten die Verantwortlichen der Kinderzentren die Behörden, um die Situation zu erklären. Die Polizei war begeistert von der Idee, helfen zu können. Sie kümmert sich sogar um das Verpacken der Lebensmittel. Die Familien erhalten Gemüse aus den Gärten der Kinderzentren, Reis, Bohnen, Zucker und Getreide.

    "Die Zusammenarbeit mit der Polizei kam unerwartet. Sie half und erwartete keine Gegenleistung! Es ist unglaublich. Menschen schliessen sich zusammen, um Familien in extremer Armut zu dienen", sagt Williams de Leon, Leiter eines Kinderzentrums in der Region. "Diese Pandemie bringt das Beste in den Menschen zum Vorschein."

  • 2. mai

    Uganda

    Als sie die neuesten Nachrichten in ihrem kleinen Radio hört, ist Leah besorgt. Jeden Tag verliert sie mehr Hoffnung und fühlt sich immer machtloser. Ihre vierköpfige Familie mietet zusammen mit 14 anderen Familien ein Einzelzimmer auf einem überfüllten Gelände. Fast alles erledigt sie im Freien (auch das Kochen!), denn drinnen ist einfach nicht genug Platz. Es ist für sie fast unmöglich, soziale Distanz zu wahren, besonders mit einem 10 Monate alten Kind.

     

    Zum Glück ist Leah mit ihren Schwierigkeiten nicht allein. Zusammen mit ihrer jüngsten Tochter sind sie im Überlebensprogramm für Mütter und Babys. Im Kinderzentrum lernten Leah und die anderen Mütter Präventionsmassnamen für COVID-19. Sie lernte Hygienemassnamen wie Händewaschen und war begeistert, als die Mitarbeitenden Seife an die Familien verteilten.

     

    Leah erinnert sich an das, was sie im Zentrum gelernt hatte, und kam auf die Idee, Familien in ihrem überfüllten Gelände zu schützen. "Ich sprach mit der Vermieterin, und sie stellte eine Einrichtung zum Händewaschen mit Seife zur Verfügung. Jetzt müssen sich alle, die von aussen hereinkommen, die Hände waschen. Das Zentrum lehrte uns, dass Händewaschen hilft, Infektionen zu verhindern", sagt Leah.

     

    In Uganda haben Leah und viele andere Familien ihre Lebensgrundlage aufgrund der Quarantänemassnahmen verloren, besondern in den Städten, in denen die Familien keine Gärten haben. Compassion Uganda beantragte eine Sondergenehmigung zur Verteilung von Lebensmitteln, so dass Leahs Familie Nahrung für einen Monat erhielt.

    "Dies ist eine Zeit, in der die übliche Arbeitsweise von Compassion aufgrund der staatlichen Ausgangssperren nicht wie gewohnt funktioniert. Aber ich bin überzeugt, dass wir nicht aufgehalten werden können, Gutes zu tun", sagte Lenny Mugisha, Landesdirektorin von Compassion Uganda.

  • 28. april

    "Ich sah, wie die Leute um mich herum verunsichert waren und Hamstereinkäufe machten, und fragte mich, woher ich das Geld nehmen könnte, um auch etwas auf Vorrat zu kaufen. Es ist eine sehr schwierige Zeit. Selbst mit dem wenigen Geld, das wir haben, ist es schwierig, Lebensmittel zu besorgen, weil die grosse Nachfrage die Preise in die Höhe treibt“, erzählt Shitu, eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern in Äthiopien. Tagelöhner sind die ersten, die betroffen sind, wenn eine Stadt wegen einer Pandemie lahmgelegt ist.
     
    Aber unter ihnen breiten sich auch gute Nachrichten wie ein Lauffeuer aus: Alle Familien, deren Kinder im örtlichen Kinderzentrum registriert sind, können ins Compassion-Büro gehen, um dort Getreide, Nahrungsmittel und Hygieneartikel abzuholen.
     
    "Ich kniete nieder und dankte Gott, und ich segnete auch das Kinderzentrum. Ich bin überwältigt vor Freude. Gott allein weiss, wie verzweifelt ich vorher war. Ich hatte ja nicht einmal 10 Birr (umgerechnet 30 Rappen) in meiner Tasche." Dank der Unterstützung durch die Patenschaftsbeiträge können die Mitarbeitenden unserer Partnerkirchen weiterhin den Patenkindern helfen. Sie überwachen ihr Wohlergehen und das ihrer Familien. In vielen Fällen stellen sie nach Möglichkeit medizinische Hilfsgüter, Hygieneausrüstung, zusätzliche Nahrungsmittel, Wasser und andere Ressourcen zur Verfügung.
  • 26. april

    „Afrika auf brutale Weise ausgebremst"

    Der Titel eines kürzlich in der Tageszeitung Le Temps erschienenen Artikels fasst die Situation zusammen. Afrika ist der Kontinent, der weltweit immer noch am stärksten von extremer Armut betroffen ist.

    Der Artikel sprach davon, dass die offiziellen Covid-19-Infektionszahlen für afrikanische Staaten „nicht die ganze Geschichte erzählen". Aufgrund fehlender Ressourcen können nicht genügend Tests durchgeführt werden. Dazu kommt, dass die medizinische Infrastruktur vielerorts schwach oder gänzlich unzureichend ist. So haben zum Beispiel zehn afrikanische Länder gar keine künstlichen Beatmungsgeräte. Aus diesen Gründen haben sich 44 afrikanische Länder selbst unter Quarantäne gestellt.

    Am 1. Juli dieses Jahres sollte der „Gemeinsame Afrikanische Markt“ Wirklichkeit werden. Ein "Binnenmarkt", der die Handelsgrenzen zwischen 54 der 55 afrikanischen Länder abschafft. Diese Hoffnung, die Entwicklung des Kontinents zu beschleunigen und die Armut weiter einzudämmen, ist nun erloschen.

    Schlimmer noch: Afrika-Experten befürchten Hungersnöte und Lebensmittelkrawalle aufgrund schlechter Lieferketten. Der IWF schätzt, dass 114 Milliarden Franken benötigt werden, um mit Covid-19 in Afrika fertig zu werden. Die G20-Akteure prüfen ein Moratorium für die Schulden der afrikanischen Länder, die sich auf mehr als 350 Milliarden Franken belaufen.

  • 25. april

    Honduras 

    Beim Einpacken von Lebensmittelsäcken für die Kinder und ihre Familien im Lockdown hatte Wendy eine Idee: sie legte einen ganz besonders ermutigenden Brief dazu.

    Die Kinderzentren von Compassion sind nicht dasselbe ohne den Lärm und die Freude der Kinder, die sich dort normalerweise aufhalten.  Die Mitarbeitenden haben jedoch kreative Wege gefunden, um mit ihnen in Kontakt zu treten und sie wissen zu lassen, wie wichtig sie sind und wie sehr sie sie vermissen.

    Zusätzlich zu den regelmässigen Telefongesprächen mit den Eltern haben sie auch auf andere Weise Hoffnung inmitten des Chaos der Ausgangssperren geweckt.
     
    Die Leiterin Wendy und ihr Team arbeiteten hart daran, die Lebensmittelpakete zu kaufen, zu verpacken und an die Kinder und Familien zu liefern.
     
    Aber Wendy konnte es sich nicht nehmen lassen, einen besonderen Brief beizufügen, um auszudrücken, wie sehr sie sie vermisst.

    "Ich vermisse das Lachen der Kinder, sie zu umarmen und jeden Tag ihre Gesichter zu sehen", sagt sie. "Ich bete für die Kinder und vertraue Gott, dass er sich um sie kümmert.  Ich bin sicher, dass wir zurückkehren und sie alle bald wieder sehen werden."

    "Ich konnte die Liebe vom Wendy in diesem Brief spüren", sagte Suyapa, ein Patenkind.  "Ich vermisse das Zentrum sehr, und der Brief hat mir Hoffnung gegeben und mir gezeigt, wie sehr sie uns auch vermissen."

  • 23. april

    In Nicaragua leben Geoconda und ihre vier Kinder in einem Haus aus Blech, Holz und Ziegelsteinen, das aus einem einzigen Raum besteht. Seit den ersten Tagen des Lockdowns sind unsere Mitarbeitenden immer wieder vor Ort, um sie und alle anderen Patenkinder mit ihren Familien direkt in ihren Häusern zu unterstützen.


    Raquel, die Leiterin eines Compassion Kinderzentrums, erklärt: "Es ist jetzt absolut entscheidend, dass wir den Kindern den Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, Seife, Hygieneprodukten und Medikamenten gewährleisten. Alle unsere Mitarbeitenden kümmern sich um jedes einzelne Patenkind. Sie besuchen sie zu Hause, bieten Unterstützung und beten mit der ganzen Familie."

    Geoconda ist dankbar für die Unterstützung: "Alles, was ich tun kann, ist, Gott für die Hilfe, Fürsorge und Liebe der Compassion-Mitarbeitenden zu danken. Sie leisten wirklich aussergewöhnliche Arbeit für alle Kinder."

  • 21. april

    Wie ist die aktuelle Situation in den Ländern, in denen die Kinderzentren von Compassion sind?

    Welche Auswirkungen hat Corona in diesen Ländern auf die Arbeit?

    Wie werden die Familien der Patenkinder unterstützt?

    Antworten auf diese und andere Fragen gibt dieses Video mit unserem globalen Programm-Direktor.

     

    DAS VIDEO ANSEHEN

  • 19. april

    Stand der kumulativen Fälle von Covid-19-Infektionen in den Ländern, in denen Compassion aktiv ist, am 19. April. Die Prozentzahlen zeigen die Entwicklung innerhalb von 24 Stunden.

    Bitte beachte, dass nicht alle Länder für gross angelegtes Testen ausgerüstet und/oder dazu entschlossen sind.

     

    Weltweit + 2,7% (2'107'593 Fälle)

    Schweiz + 0.8% (26997 Fälle)

     

    Brasilien + 6% (33682 Fälle)

    Peru+ 5,5% (13489 Fälle)

    Ecuador + 2,5% (8450 Fälle)

    Mexiko + 5,5% (6875 Fälle)

    Indonesien + 4,9% (5923 Fälle)

    Philippinen + 2,5% (5878 Fälle)

    Dominikanische Republik +4,5% (4126 Fälle)

    Kolumbien + 3,5% (3439 Fälle)

    Thailand+ 0,3% (2700 Fälle)

    Bangladesch + 14,3% (1838 Fälle)

    Ghana 0% (641 Fälle)

    Burkina Faso + 0,9% (557 Fälle)

    Bolivien + 3,8% (493 Fälle)

    Honduras + 2,4% (457 Fälle)

    Kenia + 3% (246 Fälle)

    Sri Lanka + 1% (244 Fälle)

    Guatemala + 6,2% (235 Fälle)

    Paraguay + 5,1% (202 Fälle)

    El Salvador +3,6% (177 Fälle)

    Tansania + 56% (147 Fälle)

    Ruanda + 1,7% (143 Fälle)

    Äthiopien + 9,3% (105 Fälle)

    Togo +2,5% (83 Fälle)

    Uganda +0% (55 Fälle)

    Haiti + 5% (43 Fälle)

     

  • 19. april

    Äthiopien

    "Das Gesundheitssystem in meinem Land kann diese Pandemie nicht überwinden. Das Einzige, was ich jetzt als Ärztin tun kann, ist, die Menschen zu beraten, wie die Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann." - Dr. Addisalem, Äthiopien.

    Diese junge Ärztin wuchs als Patenkind in einem Kinderzentrum von Compassion auf und steht heute an vorderster Front im Kampf gegen COVID-19 in Äthiopien.

    Das Gesundheitssystem in Äthiopien und in vielen anderen Ländern, in denen Compassion arbeitet, steht vor einer enormen Herausforderung. Es besteht ein grosser Mangel an medizinischem Grundversorgungsmaterial.

  • 17. april

    Mary, Mitarbeiterin von Compassion in Kenia: „Als die ersten Fälle in Kenia bekannt wurden, hat sich das sehr schnell in extremer Weise auf uns ausgewirkt. Wir mussten das Programm für die Kinder schliessen und begannen sofort, ein Bewusstsein für das Virus zu schaffen und Informationen darüber bereitzustellen, wie die Ansteckungsgefahr minimiert werden kann.“ Die Stärke von Compassion liegt darin, dass bei über 118.000 Patenkindern in diesem Land die Präventionsmassnahmen sich sehr schnell auf Familien, Nachbarschaften und die Bevölkerung ausbreiten.

    «Füll einfach einen leeren, sauberen Kanister mit Wasser und steche mit einem Nagel ein kleines Loch in den Boden, hänge ihn dann über einen Eimer, und schon hast du eine Handwaschstation. Der Nagel kann auch dazu verwendet werden, den Wasserfluss zu stoppen.»

    In Kenia schwanken die Kosten und die Verfügbarkeit von Wasser, so dass die Mitarbeitenden den Eltern auch beibrachten, wie sie ihr eigenes Desinfektionsmittel herstellen können.

    "Wir haben alle [Kinder] mit den Zutaten versorgt und ihnen beigebracht, wie man Desinfektionsmittel herstellt, damit sie auch dann geschützt sind, wenn kein Wasser zur Verfügung steht", sagt Mary.

    Die Situation ändert sich schnell. Angesichts eines wachsenden Verbots von Versammlungen - sogar für die Verteilung von Lebensmitteln - hat Compassion ausnahmsweise beschlossen, finanzielle Mittel an die bedürftigsten Familien zu verteilen. Auf diese Weise können sie Lebensmittel und lebensnotwendige Güter erwerben, wenn die Compassion Mitarbeitenden ihnen keine Lebensmittel liefern können.

    Du kannst ganz viel bewirken, wenn du für den Nothilfefonds von Compassion spendest.

  • 16. april

    Mit Bedauern haben wir vom Tod des Pastors einer unserer Partnerkirchen in Guayaquil Ecuador erfahren. Er hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies ist der erste Todesfall, der in der grossen Compassion-Familie von Patenkindern und Mitarbeitern verzeichnet wurde.

    18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kinderzentren oder Partnerkirchen von Compassion in Lateinamerika wurden positiv auf Covid-19 getestet und befinden sich derzeit in Behandlung (Ecuador, Brasilien, Haiti und Dominikanische Republik). In Honduras verbrachte ein Kind 11 Tage im Krankenhaus, konnte dann aber nach Hause zurückkehren, wo es vorläufig in Quarantäne bleibt.

    Von Afrika wurde ein Fall in Burkina Faso und von Asien ein weiterer in Indonesien gemeldet.

    Obwohl Compassion aktuell 2,1 Millionen Kinder weltweit unterstützt, ist die Zahl der Opfer bislang sehr klein. Wir bitten euch, weiter für die Patenkinder und Mitarbeitenden und für ihre Familien zu beten.

  • 15. april

    Sri Lanka

    In den Städten im Norden von Sri-Lanka zeichnet sich dasselbe Bild wie an anderen Orten des Landes: leere Strassen, denn die Menschen müssen zu Hause bleiben. Doch dieses Gefühl des Eingesperrtseins ist nichts Neues für die Leute im Norden. Schon während des Bürgerkriegs erlebten sie eine Ausgangssperre und eine Zeit grosser Unsicherheit. „Besorgnis, Angst und Verzweiflung machen sich erneut breit“, berichtet Pastor Mathan.

    Er und sein Team sind fest entschlossen, der Gemeinschaft vor Ort zu dienen. Dazu haben sie bei den lokalen Behörden eine Sonderbewilligung eingeholt und eine Händewasch-Kampagne lanciert. Sie haben auf dem Marktplatz ein Zelt mit Stühlen aufgestellt, zwei Spülbecken, Wasserhähne und als Anleitung ein Plakat mit sieben verschiedenen Händewaschtechniken.

    Doch Pastor Mathan hatte noch eine weitere Idee! Weil es zu wenig Schutzmasken gab, erhielt er von den Behörden die Genehmigung, selbst Masken herzustellen. „Es sind dreilagige Masken mit einem bequemen Gummiband. Nach dem Nähen werden sie mit dem antiseptischen Desinfektionsmittel Dettol gewaschen und vor dem Verpacken an der Sonne getrocknet.“ 50 Stück gingen an die Polizei, 50 Stück an den Stadtrat. Danach wurden 750 Stück günstig an die Bevölkerung verkauft. Die Behörden haben Pastor Mathan und sein Team gebeten, mit dieser Arbeit weiterzumachen.

  • 14. april

    Der Corona-Krisenstab von Compassion International verfolgt die Entwicklung der Aktivitäten in unseren 25 Projektländern täglich. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden aus sieben Ländern Corona-Fälle gemeldet. Betroffen sind sowohl Mitarbeitende der Kinderzentren als auch Patenkinder oder deren Familien. Aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht werden die Patinnen und Paten nicht informiert, wenn ihr Patenkind mit dem Virus angesteckt wurde. Die Kinder, die es möchten, können davon in einem Brief an ihre Patin bzw. ihren Paten schreiben.

  • 13. april

    „Die Pandemie hat uns dazu veranlasst, jedem Compassion-Länderbüro einen Gesundheitsexperten zur Verfügung zu stellen. Informationskampagnen wurden vorbereitet und die Partnerkirchen haben dann in ihrem Umfeld und bei den Familien der Patenkinder informiert, sensibilisiert und über Prävention gesprochen. Es wurden die Anweisungen der jeweiligen Regierung und die nötigen Hygienemassnahmen erklärt sowie auch das richtige Vorgehen beim Auftreten von Symptomen der Krankheit COVID-19“, so der Regionalverantwortliche für Asien, Silas Balraj.

     

    El Salvador

    In El Salvador, wo ein Drittel der Bevölkerung in Armut lebt, haben die Partnerkirchen mit den Kindern und ihren Eltern Kurse durchgeführt, um ihnen aufzuzeigen, welche regelmässigen Hygienepraktiken dazu beitragen, sich vor dem Virus zu schützen.

    „Unsere Leute denken, dass wenn schon die grossen Länder Probleme mit dem Virus haben, es bei uns ein Riesenchaos auslösen wird“ erzählt Rafael, ein Compassion-Regionalleiter. „Es ist wichtig, dass die Kirchen bei der Prävention mithelfen und eine Art Medizinkoffer an die Kinder und ihre Eltern verteilen.“

    Die Mütter des Compassion-Kinderzentrums in Macjula haben zum Beispiel eine Schachtel mit einem Händedesinfektionsmittel, Schutzmasken und Vitamin-B-Nahrungsergänzung erhalten. „Sie haben uns ganz allgemein über die Gefahr von Bakterien und Viren, die an unseren Händen haften bleiben, aufgeklärt; nicht nur in Bezug auf COVID19“, sagt Melani, die Mutter der 10jährigen Alexia.

    „Das öffentliche Gesundheitssystem ist hier nicht sehr gut“, fügt Elisa hinzu. „Es ist so ein Segen für unsere Kinder, hier eine Klinik zu haben! Und das Compassion-Kinderzentrum übernimmt einen Grossteil der Kosten der medizinischen Versorgung.“

  • 12. april

    Der Bevölkerungsanteil von Menschen in Armut könnte das erste Mal seit 1990 massiv zunehmen. Gemäss einer Studie, die vom britischen King’s College und der australischen National University durchgeführt wurde, könnte die Coronakrise weitere 500 Millionen Menschen in die Armut treiben. Bei einer Einkommenseinbusse von 5% in Lateinamerika und der Karibik würde die Anzahl der Menschen, die von weniger als 5,5 Dollar pro Tag leben, von zurzeit 162 Millionen auf 174,6 Millionen ansteigen.

    Bei einer Einkommenseinbusse von gar 20% stiege die Zahl auf 216,3 Millionen. Das heisst, es gäbe 54 Millionen Menschen mehr, die in Armut leben. 3,4 Milliarden der knapp 8 Milliarden Menschen leben von weniger als 5,5 Dollar pro Tag.

  • 10. april

    Guatemala

    Weil weder Schutzmasken noch Händedesinfektionsmittel ausgeliefert werden können, überlegte sich das ehemalige Patenkind Yonathan, wie er den schutzbedürftigsten Personen in seiner Nachbarschaft helfen könnte.

    „Ich war dabei, Schuluniformen für eine Schule hier in der Gegend herzustellen. Ich habe diese Arbeit unterbrochen, um mich tatkräftig an der Bekämpfung des Coronavirus zu beteiligen“, sagt er.

    Jetzt setzt der 25jährige seine Schneiderkünste für die Herstellung von Mikrofasermasken ein. Zwar dienen Hygienemasken am besten, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, aber auch eine selbstgemachte Schutzmaske kann zusätzlich zu anderen vorbeugenden Massnahmen bis zu einem gewissen Grad schützen. „Die Schutzmasken können die Verbreitung des Virus teilweise verhindern. Am besten schützt man sich, indem man vorsichtig ist, die Regeln befolgt, zu Hause bleibt und Gott vertraut“, hält Yonathan fest.

    Während er noch Hunderte von Masken näht, ist Yonathan in Gedanken bei seinen ehemaligen Paten in Italien - eines der Länder, die am schlimmsten von COVID19 betroffen sind.

  • 3. april

    Auch in Ecuador sind die Aktivitäten in den Kinderzentren eingestellt, aber die Mitarbeitenden bleiben mit den Patenkindern und ihren Eltern verbunden. „Den Ärmsten unter ihnen bringen wir Nahrungsmittel und Produkte zum täglichen Überleben. Daneben besuchen wir die Familien – dort, wo es noch möglich ist – oder wir rufen sie so regelmässig wie möglich an, um zu hören, wie es ihnen geht und um sie zu ermutigen. Wir achten nach wie vor sehr auf den Schutz der Kinder und schauen zu, dass wir jeden etwaigen Missbrauch sofort aufdecken.“

Um die erheblichen Kosten der Auswirkungen dieser Pandemie zu tragen, brauchen unsere 8000 Partnerkirchen dringend Unterstützung. Jede Spende, ob gross oder klein, wird Leben retten und ermöglicht uns, die Patenkinder und ihre Familien effektiv und engagiert zu unterstützen. Im Namen der Kinder, denen wir dienen, danken wir dir für dein Mittragen und dein Engagement.

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