Sonnenkraft : Mit gutem Management gegen den Hunger

Mit Sonnenkraft gegen Hunger

Als ehemaliges Patenkind entwickelt Gadiel heute innovative Solarlösungen, um die Ernten seiner Gemeinschaft zu sichern. Sein Ziel? Sein Studium in konkretes Handeln zu verwandeln – damit niemand mehr Mangel leiden muss. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Solidarität echte Veränderung bewirkt.

Mit Sonnenkraft gegen den Hunger kämpfen

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Gadiel hat vor einem Jahr das Patenschaftsprogramm von Compassion in Burkina Faso abgeschlossen und absolviert derzeit ein Masterstudium im Bereich erneuerbare Energien. Sein Ziel ist nicht nur ein Abschluss, sondern Wirkung.

„Ich möchte mein Wissen einsetzen, um nachhaltige Lösungen für die Menschen in meiner Gemeinschaft zu entwickeln“, sagt er. Während seines Studiums in Solartechnik begann Gadiel, an Lösungen für ein Problem zu arbeiten, das er aus seiner Kindheit gut kannte. Er selbst wuchs nämlich in einer Familie auf, die von extremer Armut betroffen war.

Ein Problem, das er kennt

Gadiel weiss, wie hart Nahrungsmittelknappheit und Preisschwankungen Familien mit geringem Einkommen treffen. Hunger, Mangelernährung und Krankheiten gehören für viele Kinder in seiner Heimat zum Alltag. Nach der Ernte fehlt es Familien oft an Wissen und den Möglichkeiten, Nahrungsmittel bis zur nächsten Saison haltbar zu lagern. Bei einer grossen Ernte verrotten viele Früchte und Gemüse, sodass keine Reserven für schwierigere Zeiten übrig bleiben.

Ausserdem trocknen die Menschen traditionellerweise die Nahrungsmittel draussen, was die Qualität der Nahrungsmittel verringert und ihnen wichtige Nährstoffe entzieht. Die Nahrungsmittel werden zudem durch Staub, Fliegen oder Bakterien verunreinigt, was oft zu Gesundheitsproblemen führt.

Mit sonnenkraft gegen den Hunger kämpfen

„Ich wollte den Familien helfen, ihre frischen Ernten länger haltbar zu machen, damit sie sie Monate später nutzen können, wenn Hunger oder Nahrungsmangel herrschen.“

Wenn die Sonne zur Lösung wird

Gadiel erkannte jedoch auch ein grosses Potenzial: Burkina Faso zählt zu den sonnigsten Ländern der Welt, mit Temperaturen bis zu 45°C. Diese Ressource wollte er nutzen. Mit Kreativität und Fachwissen entwickelte Gadiel einen solarbetriebenen Nahrungsmitteltrockner aus lokal verfügbaren Materialien. Damit bleiben die Lebensmittel geschützt, trocknen schnell und behalten ihre Nährstoffe. „Tomaten aus dem Trockner bleiben rot, im Gegensatz zu Tomaten, die draussen in der Sonne getrocknet werden – sie werden gelblich und verlieren ihre Vitamine“, erzählt Gadiel.

Eine Vision für die Zukunft

Schon heute zeigt Gadiels Erfindung Wirkung. Familien können nährstoffreiche Lebensmittel länger lagern, Lebensmittelkosten in Zeiten der Knappheit sparen und neue Einkommensmöglichkeiten erschliessen. „Meinen ersten Trockner habe ich für eine Frau gebaut, die damit Mangos trocknet und nach der Saison verkauft“, sagt Gadiel. Aus einer Idee ist ein konkreter Beitrag gegen Hunger entstanden.

Gadiel träumt davon, seine Solartrockner weiterzuentwickeln und möglichst viele Familien in Armut zu unterstützen. Dabei greift er auf das zurück, was ihn geprägt hat: die Förderung im Kinderzentrum, die Ausbildung an der Universität und den Glauben daran, dass Veränderung möglich ist.

Interview mit Gadiel

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