{"id":13188,"date":"2017-01-27T11:19:23","date_gmt":"2017-01-27T10:19:23","guid":{"rendered":"https:\/\/compassion.ch\/?p=13188\/"},"modified":"2017-01-27T11:41:27","modified_gmt":"2017-01-27T10:41:27","slug":"thailand-mit-fussball-gegen-kindesmissbrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/compassion.ch\/de\/thailand-mit-fussball-gegen-kindesmissbrauch\/","title":{"rendered":"Thailand: Mit Fussball gegen Kindesmissbrauch"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-13188\"  class=\"panel-layout\" ><div class=\"row section_row\"><div id=\"pg-13188-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-13188-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-13188-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_siteorigin-panels-builder panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div id=\"pl-w588b23d8081db\"  class=\"panel-layout\" ><div class=\"row section_row\"><div id=\"pg-w588b23d8081db-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-w588b23d8081db-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-w588b23d8081db-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_image-slider panel-first-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-image-slider so-widget-image-slider-image-slider-style-d75171398898\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"slick-slider slick-carousel \" data-slickSlides=\"1\" data-slickScroll=\"1\" data-slickArrows=\"true\" data-slickDots=\"true\">\n\n  \n  <div class=\"slide\">\n    <div class=\"slide-image position-center\" style=\"background-image: url(https:\/\/compassion.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/compassion_foot_thailand.jpg);\"><\/div>\n    <div class=\"slide-content-wrapper\">\n      <div class=\"slide-content\">\n              <\/div>\n    <\/div>\n  <\/div>\n\n  \n<\/div>\n<\/div><\/div><div id=\"panel-w588b23d8081db-0-0-1\" class=\"so-panel widget widget_siteorigin-panels-builder panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div id=\"pl-w588b207a94015\"  class=\"panel-layout\" ><div class=\"row section_row\"><div id=\"pg-w588b207a94015-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-w588b207a94015-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-w588b207a94015-0-1\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-mobile-last\" ><div id=\"panel-w588b207a94015-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Es sind auff\u00e4llig viele kleine Jungen, die stundenlang die grossen Flachbildschirme in einer der Spielhallen umlagern, die auch in Kampang Ngam allgegenw\u00e4rtig sind, einem Slum der Grossstadt Chiangmai im Norden Thailands.<\/p>\n<p>Die Computerspiele in den hell erleuchteten, klimatisierten Hallen sind eine aufregende Ablenkung vom \u00e4rmlichen, beengten Zuhause der Jungen. Doch nicht nur, dass man zu fast jeder Tag- und Nachtzeit die manchmal erst sechsj\u00e4hrigen Kinder an Orten wie diesen antrifft, wo sie ihr geringes Taschengeld verspielen: die kaum beaufsichtigten Hallen dienen auch Menschenf\u00e4ngern dazu, die Jungen in die Prostitution zu locken.<\/p>\n<p>\u201eDie \u00e4lteren Jungen werben die j\u00fcngeren in diesen Spielhallen an. Sie werden alle von ausl\u00e4ndischen Touristen bezahlt. Die Ausl\u00e4nder nehmen die Jungen dann mit in ein nahegelegenes Hotel.\u201c Wanchai Wankasamsan kennt das traurige Thema nur zu gut. Als Direktor des Compassion-Kinderzentrums der Acts of Grace-Gemeinde arbeitet er seit \u00fcber f\u00fcnf Jahren mit den Familien aus diesem Slum zusammen. \u201eDas Problem beginnt zuhause\u201c, sagt der Direktor und seufzt.<\/p>\n<p><strong>\u201eManchmal bleiben sie f\u00fcr Tage fort\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIhre Eltern arbeiten in den Nachtm\u00e4rkten\u201c, erkl\u00e4rt Wanchai die Ursache: M\u00e4rkte unter freiem Himmel, auf denen die Eltern, gekleidet in traditionellen Gew\u00e4ndern, vor allem den Touristen bis tief in die Nacht hinein ihre Waren anbieten, von lokalen Handarbeiten bis zu billigem Plastikspielzeug. \u201eDie Eltern haben keine Zeit, um nachts auf ihre Kinder aufzupassen. Die Kinder laufen dann zu den Spielhallen. Manchmal bleiben sie f\u00fcr Tage dort.\u201c Vom Taschengeld, das ihnen die Eltern eigentlich f\u00fcr das Schulessen gegeben hatten, wird nur ein Teil f\u00fcr billiges Essen ausgegeben. Der Rest wandert in die Spielcomputer. Den Eltern ist die Gefahr oft nicht wirklich bewusst, weil die meisten von ihnen kaum Bildung haben. \u201eMachmal denken sie vielleicht: Wenigstens lernt mein Junge mit einem Computer umzugehen und hat eine Begabung. Doch stattdessen machen die Spiele sie s\u00fcchtig oder sie schauen sich online Dinge an, die nicht jugendfrei sind.\u201c Wenn sie dann erfahren, dass ihre Kinder in der Prostitution gelandet sind, fallen sie aus allen Wolken.<\/p>\n<p>Wanchai erz\u00e4hlt von einer Gruppe von Schuljungen aus dem Slum, die im letzten Jahr Wertsachen aus ihrer Schule gestohlen hatten, um ihre Spielsucht zu finanzieren. Sie standen kurz vor dem Schulabschluss. Als sie aufflogen, wurden sie der Schule verwiesen, ohne Aussicht darauf, auf einer anderen Schule ihren Abschluss nachmachen zu k\u00f6nnen. Wanchai hatte versucht, ihnen zu helfen. Doch nur zwei der Jungen nahmen seine Hilfe an und wurden von einer Schule weiter entfernt akzeptiert. Die beiden anderen w\u00e4hlten die Prostitution. Die Aussicht auf das schnelle Geld und der damit verbundene Lebensstil erschienen ihnen verlockender.<br \/> Kinder und Jugendliche wie diese w\u00fcrden kaum von Sonntagsschulen und Jugendgruppen angesprochen. 2013 versuchte die Gemeinde deshalb etwas Neues: Fussball \u2013 offen f\u00fcr alle Jungen im Slum. \u201eZuerst waren die Jungs sehr zur\u00fcckhaltend\u201c, erinnert sich Wanchai. \u201eWir fingen mit nur zehn Kindern an, die bereits zur Gemeinde kamen und nur einem Jungen aus dem Slum.\u201c Doch schnell wurden es mehr. Offensichtlich hatte die Acts of Grace-Gemeinde die richtige T\u00fcr ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><strong>Spielen \u2013 und lernen f\u00fcrs Leben<\/strong><\/p>\n<p>Doch je mehr Jungen kamen, desto teurer wurde das Ganze: Sie brauchten Trikots, Schuhe, ein Sportplatz musste gemietet werden. An dieser Stelle sprang Compassion ein. Neben der Sportausr\u00fcstung f\u00fcr die Kinder konnte nun auch ein Vollzeittrainer f\u00fcr das Programm eingestellt werden. \u201eWir waren jetzt in der Lage, dreissig Kinder zu erreichen\u201c, erz\u00e4hlt Wanchai begeistert. Heute besuchen die meisten kleinen Jungen im Slum das Fussballprojekt. Dort finden sie nicht nur eine Alternative zu den Spielhallen, sondern lernen Dinge f\u00fcrs Leben, die \u00fcber den Umgang mit dem Ball hinausgehen. Viele der Jungen finden hier auch gesunde m\u00e4nnliche Vorbilder, w\u00e4hrend sie von ihren V\u00e4tern zuhause oft Gewalt erfahren. Cheftrainer Phithack und seine ehrenamtlichen Co-Trainer gehen nicht nur in die Gemeinde, sondern vermitteln den Jungen ihr K\u00f6nnen mit viel Herz. Manchmal l\u00e4sst Phithack sie auf dem modernen Gel\u00e4nde eines Klubs trainieren. Er leitet sie mit Humor, verlangt aber auch Disziplin. Und die Jungen ziehen mit.<\/p>\n<p>\u201eEinige Eltern haben mir erz\u00e4hlt, dass ihre Kinder fr\u00fcher, wenn sie zur Arbeit mussten, die ganze Nacht weggeblieben sind\u201c, sagt Wanchai. \u201eHeute schlafen sie, weil sie m\u00fcde vom Training sind - also bleiben sie zuhause. Am Morgen sind sie dann ausgeruht f\u00fcr die Schule.\u201c Die Gemeinde m\u00f6chte nun auch f\u00fcr die M\u00e4dchen etwas Vergleichbares anbieten: Volleyball.<br \/> Nicht einer der Jungen im Programm hat sich bis heute von den Zuh\u00e4ltern locken lassen. Tats\u00e4chlich hat Wanchai sie in diesem Jahr nicht mehr im Slum gesehen. \u201eScheinbar sind die Jungs zu sehr mit Fussball besch\u00e4ftigt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Jonathan L. Suwaratana, Compassion Thailand<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-w588b207a94015-0-2\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind auff\u00e4llig viele kleine Jungen, die stundenlang die grossen Flachbildschirme in einer der Spielhallen umlagern, die auch in Kampang Ngam allgegenw\u00e4rtig sind, einem Slum der Grossstadt Chiangmai im Norden Thailands. 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