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Gebry

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    Land: Indonesien
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    Alter: 4
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    Geschlecht : Junge
Werden Sie Gebrys Pate

Ein unvergessliches Treffen mit Daniel und seiner Familie

27. Januar 2017

Wir hatten die Freude und das Privileg unser Patenkind Daniel, den wir seit über 10 Jahren unterstützen, zu besuchen. Daniel ist 17 Jahre alt, er wohnt in El Salvador und mittels Briefen, Fotos und Zeichnungen konnten wir seine Entwicklung mitverfolgen. Seit einiger Zeit enstand in uns der Wunsch Daniel zu treffen. Dieser Wunsch ging am 26. und 27. Januar 2016 in Erfüllung    

Wir wurden herzlich von der Verantwortlichen von Compassion empfangen, die die Patenbesuche im ganzen Land organisiert. Auch eine Übersetzerin begleitete uns während des ganzen Aufenthalts. Die beiden holten uns vom Flughafen ab. Auf der Busfahrt ins Zentrum von Chalchuapa informierten sie uns über den Ablauf des Besuches und gaben uns ausserdem wertvolle Hinweise über die Kultur des Landes.

Daniel erwartete uns mit seiner Schwester und seiner Mutter am Eingang des Quartiers, in dem sich das Compassion-Kinderprojekt befand. Die Kinder hatten einen kleinen Wagen dekoriert, der von zwei Ochsen gezogen wurde und uns bis zum Kinderprojekt brachte. Diese erste Begegnung war sehr emotional für uns, für Daniel und für seine Familie.

Bei unserer Ankunft wurden wir von den Kindern, der Projektdirektorin, den Mitarbeitern und den freiwilligen Helfern des Kinderprojekts begrüsst. Im Saal der Kirche war extra für uns eine kleine Show vorbereitet worden. Auch der Pastor der Kirche, welche mit Compassion zusammenarbeitet, begrüsste uns. Nach ein paar gemeinsam gesungenen Lobpreisliedern fanden einige Darbietungen statt: Gesänge und Musik präsentiert von den Compassion-Kindern, eine Dia-Show, ein kleines Theater  und eine kurze Ansprache von der Projektdirektorin und dem Pastor... Auch wir konnten ein paar Worte sagen. Daniel überreichte uns ein Geschenk, dass er extra für uns gemacht hatte.

Danach verliessen wir das Gebäude und spielten ein wenig mit den Kindern auf dem Hof des Projektzentrums: „Stafetten“, „Steinspiel“etc. Dann halfen wir dabei den Kindern Essen zu verteilen.

Wir durften auch das Kinderprojekt besichtigen: Die Klassenzimmer, die Werkstätten (Nähen, Informatik, Haare schneiden, Maniküre, Herstellung lokaler Schokolade) sowie die Büros. Wir lernten, dass die Jugendlichen, die die Werkstätten besuchten, ihre hergestellten Waren oder Dienstleistungen verkaufen und dadurch einen Teil ihrer Schulgebühren selber bezahlen konnten. Im Büro der Projektdirektorin durften wir die persönliche Mappe von Daniel anschauen. Diese wurde geführt, seit er begonnen hat, das Kinderprojekt zu besuchen. Wir stellten fest, dass Daniel ein intelligenter Junge ist, der hart arbeitet und motiviert ist, sein Studium voranzutreiben. Die Entwicklung jedes Kindes wird in verschiedenen Bereichen dokumentiert: Schulisch, aber auch medizinisch, sozial und geistlich.

Ein spezielles Essen war für uns, Daniel, seine Mutter, seine Schwester, die Projektdirektorin, eine andere Mitarbeiterin, den Pastor, unsere Verantwortliche und die Übersetzerin vorbereitet worden. Am Ende der Mahlzeit überreichten wir Daniel und seiner Familie unsere Geschenke sowie Schokolade, Bonbons, Stifte, Notizblöcke und Luftballone für die Kinder des Projekts.

Am Nachmittag besuchten wir einen Park mit alten Mayaruinen. Daniel erzählte uns über die Geschichte dieses antiken Volks und führte uns durch ein kleines Museum. Danach verabschiedeten wir uns von Daniel und seiner Familie und wurden von unserer Führerin und der Übersetzerin mit dem Bus zurück ins Hotel gebracht.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit Daniel, seiner Mutter und einer Compassion-Mitarbeiterin des Projektes für den zweiten Tag unseres Besuches. Ungefähr eine Stunde dauerte die Busfahrt bis zum Park „Pato Canales Resort“. Wir verbrachten einige Zeit im Park und schauten uns die exotischen Tiere und grossen Bäume an. Wir nutzten auch das Schwimmbad des Parks, wo wir einfach entspannten und mit Daniel spielten. Er genoss diese Momente sehr, die für ihn alles andere als normal waren.

Gemeinsam assen wir dann ein landestypisches Essen. Am Ende überreichte uns Daniel Stifte, die er mit einem farbigen Faden dekoriert hatte.

Um 14.30 Uhr nahmen wir den Bus zurück in die Hauptstadt und besuchten die Büros von Compassion. Zum Abschluss unseres Besuches gingen wir in ein grosses Shopping-Zentrum. Daniel und seine Mutter wählten einige Gegenstände für den alltäglichen Bedarf für sich und ihre Familie aus, die wir ihnen schenkten.

Daraufhin kehrten wir zu unserem Hotel zurück, wo es bereits Zeit war, sich zu verabschieden. Diese zwei Tage ermöglichten uns Daniel und seine Familie kennenzulernen und sein Land zu entdecken. Wir haben ausserdem die exzellente Arbeit von Compassion für Kinder in Armut mit eigenen Augen sehen dürfen. Wir sind glücklich zu sehen, dass durch eine Patenschaft, durch die praktische und auch geistliche Unterstützung das Leben eines Kindes und dessen Familie auf eine bedeutungsvolle Art und Weise verändert werden kann.

Anne-Christine und Jean-Luc Hauser